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HomeVon fernKaribikDie Königin von Saba

Die Königin von Saba

Saba

Die Königin von Saba – komisch, dass ich mit dieser biblischen Figur immer ein tropisches Königreich verbunden habe. Saba, das hörte sich für mich nach einer Insel an, nach Palmen, nach mit Blumen geschmückten Palästen und weißen Sandstränden. Dabei liegt das Königreich dieser Gestalt im heutigen Jemen.
Die Chancen, dass sich meine Vorstellung von Saba trotzdem erfüllen, stehen nicht schlecht. Immerhin steuern wir gerade eine gleichnamige Insel in der Karibik an. Palmen? Nicht ausgeschlossen. Weiße Sandstrände? Durchaus möglich.

Je näher wir der Vulkaninsel jedoch kommen, desto mehr schwindet meine Hoffnung auf einen Traumstrand. Steile Felswände der hoch hinausragenden Spitze lassen mich erahnen, dass mich hier kein weißer Sand erwartet. Können wir hier überhaupt irgendwo mit unserem Boot anlegen? Nein. Wir gehen vor Anker und fahren mit dem kleinen Dingi, dem Beiboot, zu einer kleinen Betonplattform, von wo aus wir die Insel erkunden können.

 

Ein Taxi holt uns ab. Unglaublich, es gibt auf diesem Eiland ein Taxi! Es fährt uns eine unspektakuläre, steile Straße entlang, the road. Steil hinauf. Der Fahrer fängt an zu erzählen. Heute hat er noch eine wichtige Fahrt zu erledigen. Der Gouverneur von Saba kommt heute auf dem Flughafen an (Ich würde es eher Landebahn nennen, unter einem Flughafen stelle ich mir mehr als eine 400 m Bahn vor.). Er wohnt auf einer anderen Insel und kommt mit dem Flieger, wenn er einen Termin auf Saba hat.
Während der Fahrer schnackt, erreichen wir the bottom, den Hauptort von Saba, der eigentlich Leverock heißt.
Ich steige aus dem Wagen und finde mich in einer grünen Oase wieder. Nein, hier gibt es keine Palmen, aber nach der vulkanisch-grauen Landschaft entlang der Straße, leuchten die tropischen Blumen, Bäume und grünen Büsche umso mehr.
Ich verliebe mich sofort in die schnörkeligen, kleinen Holzhäuser, mit ihren kleinen Gärten und meist mit einem unglaublichen Ausblick auf das Meer. Hier habe ich also doch mein Saba gefunden. Irgendwie wirkt alles ein bisschen wie in einer Spielzeugwelt.

Haus auf Saba

Wir finden auch gleich ein leer stehendes Haus, in das wir einziehen wollen. Klar müsste man noch viel dran machen, aber es wachsen Mangos im Garten, was will man mehr? Wir stibitzen uns eine und stecken sie in unseren Rucksack.

Wir spazieren noch etwas durch die Straßen, kaufen Postkarten auf dem Postamt, ein bunt bemaltes Souvenir-Haus aus Blech als Schlüsselbrett im Gift Shop (Zumindest auf diesem Weg habe ich mir ein Haus auf Saba gekauft!) und sehen aus der Ferne den Mini-Flieger des Gouverneurs landen.

Flughafen Saba

 

Dann machen wir uns langsam auf den Rückweg, zurück nach unten. Beim „Abstieg“ merke ich schon: das war vielleicht ein recht kurzer, aber einer der schönsten Eindrücke auf unserem Segeltörn durch die Karibik.
Als wir ablegen und an der steilen Inselkante vorbeifahren, sehen wir die 800 in den Vulkan geschlagenen Stufen, die von der Ladder Bay nach Leverock hinaufführen, und die noch bis vor ein paar Jahrzehnten die einzige Möglichkeit boten, die Insel zu betreten. Und ich freue mich, dass es heute die kleine Betonplattform und the road gibt, und schneide uns die Mango auf.

 

Insel Saba

 

Latest comments
  • Gratulier zu deinem neuen
    " Baby".
    Gefällt mir sehr gut,ich gehe gern weiterhin mit dir auf Reisen.
    Ich wünsche dir
    eine schöne Woche in Marokko und
    einen sonnigen Tag in Paris.
    Freue mich schon auf meinen
    Urlaub in der Türkei.

  • Sieht schön aus dort! Und ihr habt euch ein tolles Haus ausgesucht, das könnte mir auch gefallen. 😉

  • Ach ja, Elke, ich würde auch sofort wieder dorthin reisen. Und auch in dem Haus, in genau dem Zustand pennen, wenn nötig! 🙂

  • Schöner Bericht. Du warst ja scheinbar noch kürzer als ich auf Saba … aber ich kann direkt nachvollziehen, dass auch ein paar Stunden ausreichen, um sich in diese Insel zu verlieben. Ging mir genauso – der Charme der Insel ist einfach einzigartig. 🙂

  • Och ich werd neidisch! Du hast einen Segeltörn in der Karibik unternommen, wow! Wir habe es leider nur auf ein "grosses" Schiff geschafft aber auch viele kleine Inseln entdeckt. Mein Favorit war St.Kitts 🙂

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